Welches Fleisch ist am Besten für das Klima

Bastian Schroeder Bastian Schroeder
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Warum haben verschiedene Fleischsorten unterschiedliche Auswirkungen aus das Klima und wie können wir die Klimabilanz unseres Fleischkonsums verbessern?

Welches Fleisch ist am Besten für das Klima

Generell kann man sagen: Fleisch egal welcher Herkunft ist nicht gut für das Klima, ganz besonders jegliches Fleisch aus heute leider weit verbreiteter Massentierhaltung.

Wer trotzdem nicht auf Fleisch verzichten kann, aber Rücksicht auf das Klima nehmen möchte, könnte sich an folgender Einteilung orientieren:

Ich kenne keine wissenschaftliche Studie, die eindeutig beantwortet, welche Menge Fleisch der Mensch pro Woche benötigt oder mit ruhigem Gewissen in Bezug auf das Klima verzehren kann. Eindeutig ist aber: je weniger desto besser. Der Mensch hat einen gewissen Proteinbedarf, der zu großen Teilen durch pflanzliche Produkte gedeckt werden kann. Selbst bei normalem Sport kann man den eigenen Proteinbedarf leicht durch pflanzliche Nahrungsmittel decken. Erst bei Training im Leistungssport Bereich ist es eventuell je nach Trainingsziel unabdingbar, auch tierische Eiweißquellen hinzuzuziehen (z.B. Bodybuilding). Das sollte man dann aber mit Ernährungsberatern besprechen.

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Die Fleischarten

Rindfleisch

Rinder sind eher schlechte Futterverwerter. Das bedeutet, dass große Futtermengen und Wasser für die Aufzucht einer Kuh verbraucht werden. Die Mengen an Futtermittel und die Produktion von Methan durch das Rind belasten das Klima stark. Diese Klimabilanz überträgt sich natürlich auf alle Nebenprodukte des Rinds wie Milch und alle daraus hergestellten Nahrungsmittel (z.B. Käse)

Schweinefleisch

Das Fleisch der Schweine hat eine etwas bessere Klimabilanz als das von Rindern. Schweine sind bessere Futterverwerter, weshalb zur Aufzucht weniger Futtermittel verwendet werden muss. Das Schweinefleisch aus Massentierhaltung belastet das Klima aber immer noch erheblich.

Hähnchenfleisch

Hühner sind sehr gute Futterverwerter und wachsen relativ schnell. Interessanterweise ist in diesem Artikel Ernährung: Klimafreundlich essen: Hühnchen schneidet besser ab als vegetarisch erklärt, dass eine Ernährungsweise ohne Rind und Schwein und ohne Milchprodukte, dafür aber mit Hühnchenfleisch und Eiern, eine bessere Klimabilanz erreicht als die vegetarische Ernährung, in der ja oft viel Milch und Milchprodukte wie Käse konsumiert werden.

Fisch

Zur Klimabilanz von Fisch gibt es nur wenige Studien. Der Großteil der Fische wird in deren natürlichem Lebensraum gefangen und nicht wie in der Massentierhaltung von Rind, Schwein und Huhn gezüchtet. Es gibt jedoch auch große Aufzuchtbecken für gewisse Fischarten, was eindeutig zur Massentierhaltung gezählt werden kann. Außerdem haben viele Fisch- und Meerestier Produkte erhebliche Transportwege hinter sich, was sich durch die entstandenen Abgase wieder sehr negativ auf die Klimabilanz auswirkt. Wer jedoch Fisch aus dem lokalen Angebot einkauft, kann so die langen Transportwege vermeiden und die Klimabilanz erheblich verbessern.

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Die ethische Frage

Man kann sogar die Ethik / Moral hinter der Massentierhaltung als klimaschädigend betrachten: Wenn wir als Menschen uns und unseren Nachfahren das Mitgefühl mit den von uns verzehrten Tieren konsequent abtrainieren, so wird auch unser Bewußtsein für unseren Planeten geschädigt. Wir erziehen uns immer mehr zu Egoisten, die sich selbst wichtiger nehmen als den Planeten auf dem wir leben. Diese innere Haltung und Einstellung ist klimaschädigend, da wir und unsere Kinder verlernen auf unser Klima Rücksicht zu nehmen.

Fazit

Würden alle Menschen wieder zurück kommen auf den Sonntagsbraten als einzigen Fleischkonsum in der Woche, hätten wir schon viel für das Klima getan. Solange der Großteil der Menschen es als normal ansieht, täglich Fleisch zu Essen, ist die Herkunft und Haltung der Tiere zweitrangig. Der hohe Fleischkonsum führt unweigerlich zu einer hohen Klimabelastung.

Um die eingehende Frage klar zu beantworten: Generell haben Veganer die beste Klimabilanz. Das beste Fleisch für das Klima ist also kein Fleisch. Es ist nicht nötig, dass wir alle zu strengen Veganern werden. Das Wichtigste ist, dass wir uns Bewusst machen, dass wir mit jedem Bissen Fleisch, den wir uns sparen, das Klima schützen können.



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